Im Unternehmen laufen inzwischen die meisten Dinge elektronisch ab. Ob es Rechnungen, Angebote, Post (E-Mails) oder sonstige Dinge sind. Diese lagern vermutlich irgendwo auf den PC’s oder, wenn verfügbar, auf Servern. Ein Gau wäre ein Ausfall speziell dieser Computer. Daher ist man vom Gesetzgeber seit Längerem verpflichtet Sicherungen anzufertigen.
Doch wie realisiert man dies?

Zum einen ist es leicht möglich die einzelnen Computer erstmal vor Ausfall der Daten zu sichern, in dem man eine zweite Festplatte einbaut, die exakt dieselben Daten wie auf der ersten Platte speichert. Dieses Verfahren wird als RAID1 bezeichnet. Die Wahrscheinlichkeit, dass beide Festplatten zeitgleich kaputt gehen, ist sehr gering. Jedoch bei Katastrophen wie Brand, Blitzschlag, Flut oder sonstigen unerwarteten Phänomenen durchaus möglich. Doch dazu später mehr.
Bei einzelnen PCs ist RAID1 eine durchaus verbreitete Anwendung, allerdings ist diese Art von Datensicherung eine zu kostenintensive und vor allem auch zu langsame Möglichkeit Server abzusichern. Für jede einzelne Festplatte müsste eine Gleiche nebenher laufen, dies würde doppelte Kosten bedeuten bei gleicher Geschwindigkeit und gleicher Kapazität.
Die Geschwindigkeit könnte durch ein RAID0 verbessert werden, da dort jeweils nur Teile der Datei auf die jeweiligen Festplatten geschrieben werden müssen. Im Idealfall wäre somit die Geschwindigkeit doppelt so hoch. Allerdings sollte dies NIEMALS als Datensicherungsmethode gewählt werden. Sobald eine Festplatte ausfällt, sind alle Daten verloren und nicht wieder herstellbar.
Es sollte unbedingt beachtet werden, dass RAID0 KEINE Sicherheit zur Verfügung stellt!
Als Kombination von Geschwindigkeit und Sicherheit wird ein Verbund von RAID1 und RAID0 einsetzbar, bekannt als RAID1+0 oder RAID10. Hierbei wird z.B. die Hälfte der Festplatten als RAID0 konfiguriert und erreicht somit einen Geschwindigkeitsbonus. Zusätzlich wird dieses RAID0 auf die andere Hälfte der Platten gespiegelt (RAID1).
RAID1+0 ist die sicherste und schnellste Methode, jedoch auch die teuerste. Daher wurde ein Verfahren entwickelt, dass hohe Sicherheit, hohe Geschwindigkeit, hohe Kapazität bei geringen Kosten zur Verfügung stellt: RAID5.
Bei RAID5 werden die Daten auf alle Festplatten wie beim RAID0 geteilt, zusätzlich wird eine Parität auf die Festplatten geschrieben. Wenn nun eine Festplatte ausfällt, sind zwar Teildaten weg, können allerdings aus den verbliebenen Fragmenten und der Parität wieder hergestellt werden. Insgesamt benötigt die Parität „nur“ die Größe einer der Festplatten, der Rest kann für Daten benutzt werden. Dadurch wird diese Konfiguration bedeutend günstiger im Vergleich zu RAID1 oder RAID1+0 bei gleicher Kapazität. Da die Berechnung der Parität beim Schreiben Zeit in Anspruch nimmt, kann diese Lösung in Sachen Geschwindigkeit nicht mit RAID0 mithalten, ist dafür allerdings ausfallsicher. Das Lesen der Daten geht deutlich schneller als bei RAID1 von statten. Inzwischen unterstützen auch immer mehr neue Computer RAID5 onboard, somit wird dies auch für Heimanwender interessant.
Nun wissen Sie, wie Sie Ihre Daten lokal vor Ausfällen einzelner Platten schützen können, allerdings ist damit nicht die Sicherheit z.B. bei einem Brand gewährleistet. Vom Gesetzesgeber ist gefordert, ein Backup in einem anderen Brandabschnitt aufzubewahren. Doch was bedeutet das genau?
Innerhalb eines Rechenzentrums werden Räume in einzelne Bereiche abgetrennt, die durch feuerfeste Wände und Türen voneinander getrennt sind. Ein Feuer kann somit nicht in andere Abschnitte übergreifen und die dort liegenden Backups zerstören.
Da kleinere Unternehmen oder Privatanwender selten in Rechenzentren sitzen, müssen die Backups an anderen Orten untergebracht werden. Optimal wäre hierfür ein anderes Gebäude.
Doch was ist ein Backup?
Ein Backup ist eine Sicherung Ihrer gesamten Daten. Nach Ausfall der Hardware muss ein Herstellen der Daten auf neuer Hardware möglich sein. Dafür kann man Medien nutzen. Z.B. können Sie DVDs
brennen, Bänder in Bandlaufwerken beschreiben etc. Die Medien können Sie anderorts aufbewahren. Denkbar ist z.B. ein Fach bei einer Bank. Dort sind die Daten sicher aufbewahrt. Eine weitere Möglichkeit wäre ein weiterer Server, auf den die Backups gesichert werden können. Dieser Server sollte allerdings, je nach anfallender Datengröße, mit einer schnellen Verbindung zum Netzwerk verbunden sein, da sonst lange Zeiten beim Backup eingeplant werden müssen.
Ganz neu sind auch Backups, die man in die Cloud hoch lädt. Hierfür lädt man die Daten irgendwo ins Internet und kann diese von dort auch wieder abrufen. Hierbei spart man die Kosten der Hardware für einen Backupserver oder für Medien (DVDs, Bänder, …). Man sollte allerdings bedenken, dass man seine geschäftlichen Daten ins Internet überträgt. Datenschützer werden dies sehr kritisch sehen.
Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten der Datensicherung und Backups und sollten je nach Bedarf an den Kunden angepasst werden.
Ein allgemeines Optimum sollte somit niemand aussprechen können.
Für jede Variante gibt es Vor- und Nachteile, die existenziell für Sie sein können. Eine Datenpanne kann horrende Verluste in bis zu Millionenhöhe verursachen.
Davor sollten Sie sich und Ihr Unternehmen schützen!
Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Datensicherheit und zu Backups zur Verfügung.
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